Andreas Seibert
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Jahresbericht der Schweizerischen Lungenstiftung 2024/2025
Unsere 1988 gegründete Stiftung erfüllt ihren Zweck seit 37 Jahren sowohl in der Schweiz als auch im Ausland –mit Forschungsunterstützung in der Schweiz und der Weiterbildung von Lungenärzten in Äthiopien und weltweit.
East African Training Initiative in Äthiopien (EATI)
Swiss Lung hat seit 2021 vor allem die Wohnungskosten der Fellows aus Städten ausserhalb von Addis oder aus anderen afrikanischen Ländern mit 500 CHF pro Monat bis Ende 2024 unterstützt, den das offizielle Salär im Ausbildungsspital Black Lion für sie beträgt nur 80$! Das Ausbildungsprogramm steht heute zwar sonst jetzt «auf eigenen Füssen», was sehr erfreulich ist. Wegen der hohen Inflation und nicht angepassten Salären müssen die Spitalärzte allerdings zusätzlich in Privatkliniken oder sonst wie zusätzlich Geld verdienen, was die Ausbildung- und vor allem auch die Forschungstätigkeit sehr erschwert. Unter der Regierung Trump wurden leider dieses Jahr keine VISA mehr für die USA bewilligt, so dass die Fellows für Kongresse und Sabbaticals auf Indien oder Kanada und Südafrika ausweichen werden. Das Leitungsteam der EATI überlegt sich auch, wie der Ausfall von USAID-Geldern für Äthiopien zumindest teilweise kompensiert werden kann, unter welchen das Land sehr leidet.
Forschungsprojekt von Prof. Jean Pieters
Das Labor im neuen Biozentrum in Basel und das dort weitergeführte Projekt für den «Coronin-Signalweg als Angriffspunkt für die Behandlung von Leukämie» von Jean Pieters wurde anlässlich der GV 2024 gemeinsam besucht. Ihm wurden auch auf dem Korrespondenzweg erneut CHF 50'000 für die Weiterführung des erfolgversprechenden Projekts bewilligt.
Swiss Aerosol Award
Das Preiskommitte musste dieses Jahr leider entscheiden, dass keine der eingegangenen Bewerbung den Preis verdient und hofft nächstes Jahr wieder gute Arbeiten begutachten zu können, von welchen dann auch zwei mit einem Preis ausgezeichnet werden könnten.
Unterstützungen
Frau Rahel Eberle hat im März 2025 ihre Masterarbeit über die Genetik der chronischen obstruktiven Lungenkrankheit «Colocalization of a COPD lung function GWAS and a single-cell lung eQTL study» erfolgreich an der UNI Zürich verteidigt, welche sie am Brigham and Women’s der Harvard Medical School in Boston mit unserer Unterstützung beendet hat.
Herrn Dr. Philipp Suter, einem Oberarzt am Inselspital in Bern, wurden für sein Forschungsprojekt «Dupilumab bei eosinophiler COPD» und für einen zweijährigen Forschungsaufenthalt in Dundee GB je CHF 20'000 für die Jahre 2025 und 2026 bewilligt.
Weiter wurde die Publikation «Als die Schweiz über sich hinauswuchs» über den Zweiten Weltkrieg mit einem Kapitel über die damalige Tuberkulosesituation von Dr. Otto Brändli mit CHF 7’400 für die Druckkosten unterstützt. Das Buch ist bereits im Mai 2025 erschienen.
Das von uns mitgesponsorte Buch über Long-Covid von Milo Puhan und Andreas Seibert sollte ebenfalls 2025 erscheinen, kann aber schon jetzt bestellt werden auf der Homepage www.ueber-sehen-ueber-leben.com.
Weiter haben wir wie schon seit mehreren Jahren die ETH- Nanopartikelkonferenz auch 2025 mit Preisen von insgesamt 1200 CHF für die jeweils drei besten Posters unterstützt, was zur Attraktivität dieses für die Luftreinhaltung wichtigen dreitägigen Meetings viel beiträgt. Es beschäftigt sich heute mit Feinstaubpartikeln aus Brems- und Pneuabrieb, während die Dieselpartikel in der Luft dank von dieser Konferenz propagierten Filtern weiter abnehmen.
Zuwendungen
Von der Carl und Mathilde-Thiel-Stiftung in Küsnacht ZH haben wir erfreulicherweise erneut einen Beitrag von 2’000 CHF zur freien Verfügung und von Herrn Hans von Mandach weitere 2’500 CHF mit der Zweckbestimmung für das Projekt in Kirgistan erhalten.
Dank
Ich danke allen Stiftungsräten für ihre ehrenamtlich erbrachte enge Mitarbeit und speziell unserem Quästor Hans Scherrer für seine grosse Arbeit mit Bank und Behörden.
Dr. O. Brändli, Präsident, Wald/Zürich, 17.10.2025
Jahresbericht
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